Theatergruppe aus München Untergiesing
Theatergruppe aus München Untergiesing

2008: Vorhang! oder Bühne frei, die Narren kommen

Eine Komödie von John Chapman

 

Die Ehe von Rupert und seiner Gattin kriselt. Dummerweise stellt sich heraus, dass sein Freund und Anwalt Charles gar nicht so unschuldig an diesem Dilemma zu sein scheint. Doch die Dinge entwickeln sich in einer sehr unerwarteten Weise. Eifersucht, Eitelkeit, Enttäuschung, Liebe und Hass bringen falsche Fassaden zum Einsturz. Erst als die Wahrheit ans Licht kommt, zeigen alle Beteiligten endlich ihre wahren Gesichter, und Rupert setzt zu einem Rundumschlag an, von dem keiner verschont bleibt. Ist da noch was zu retten?

 

Besetzung:

Charles: Markus Walter

Madge: Stephanie Wagner

Sarah: Sabine Stich

Rupert: Klaus Mühlberger

Mrs. Cullen: Eva Walter

Angelo: Stefan Vilgertshofer

Krankenschwester: Birgit Eichenlaub

Edward: Thomas Stich

 

Aufführungstermine:

11./12./18./19./25./26./30. April 2008

 

 

"Die Narren" war ohne Zweifel das bislang anspruchsvollste Stück, an das wir uns herangewagt hatten, was auch an den extrem unterschiedlichen Reaktionen unseres Publikums erkennbar war. Die Schauspieler mussten den Dreh finden, immer wieder zwischen ihren Rollen im Stück und ihrer Rolle als Darsteller zu wechseln, und dabei war es auch noch notwendig, immer wieder unterschiedliche Stimmungen einfließen zu lassen.
Der eigentliche Grund, warum Rupert das Stück schmeißt - nämlich seine tatsächliche Ehekrise - tritt immer mehr in den Hintergrund, als nach und nach bei jedem Schauspieler die eigenen Eitelkeiten zum Vorschein kommen. Jeder hält sich offensichtlich für "den Besten", und alle anderen dürfen froh sein, das man selber bei dem Ensemble überhaupt mitmacht. Über diesem Drang zur Selbstarstellung eines jeden einzelnen bricht schließlich ein offener Krieg mitten auf der Bühne aus, bei dem nahezu jeder jedem an den Kragen will. Für alle Laien- und Berufsschauspieler könnte es hier noch eine Spur tiefgründiger werden, wenn sie sich fragen, ob einem hier nicht ein Spiegel vor die eigene Nase gehalten wurde...