Theatergruppe aus München Untergiesing
Theatergruppe aus München Untergiesing

2022: Da Philosophe

"kumma - g'sehng - g'wunna"

 

Bayerische Posse von Georg Maier (Iberl Bühne)

 

Der Bärenwirt hält sich für den bayerischen Casanova. Seit einer alkoholbedingten Erscheinung fühlt er sich dem Müßiggang, der Vielweiberei, dem Alkohol und dem Schwadronieren über das Leben verpflichtet. So lässt er sich "Da Philosophe" nennen. Wer schafft es, den Philosophe wieder auf den Boden der Tatsachen zu befördern? Oder "is eh ois reladiv", wie der Philosophe meint?

 

Besetzung:

 

Bärenwirt, genannt "da Philosophe": Markus Walter

Notburga, Schwester vom Bärenwirt: Stephanie Wagner

Jager-Rudi, Freund vom Bärenwirt: Thomas Raudzus

Elvira, Klofrau aus der Maxim Bar: Birgit Eichenlaub

Da Oa, Kunstmaler: Thomas Stich

De Ander, Kunstmalerin: Sabine Stich

 

Aufführungstermine:

22./23./29./30. April & 06./07./13./14. Mai 2022

 

 

Nachdem wir unsere Aufführungen der "Mitternachtsspitzen" im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie komplett hatten absagen müssen, konnten wir im Folgejahr 2021 mit unserem Spielmacher-Märchen zumindest einen Film auf die Beine stellen. Das hat uns allen auch sehr großen Spaß gemacht, aber dennoch stand fest, dass wir 2022 unbedingt wieder gemeinsam live auf der Bühne stehen wollten. Da aber wegen der immer noch anhaltenden Pandemie sehr lange gar nicht klar war, ob, und wenn ja, unter welchen Bedingungen, Aufführungen möglich sein würden, entschlossen wir uns, die "Mitternachtsspitzen" um ein weiteres Jahr zu verschieben und ein anderes Stück auszuwählen. Statt eines Krimis probten wir nun also eine bayerische Posse, immer mit der Sorge im Hinterkopf, dass vielleicht doch im letzten Moment wieder alles abgesagt werden müsste... Aber Gott sei Dank geschah das Gegenteil: Im Frühjahr wurden die Corona-Regelungen gelockert, und wir durften tatsächlich vor gewohnter Zuschauerzahl unsere Aufführungen stattfinden lassen. Zwar entschieden wir uns, vorsichtshalber auf alle gastronomischen Angebote rund um unsere Aufführungen zu verzichten (ein all zu enges Gedränge unserer Gäste wollten wir vermeiden, die Pandemie war schließlich immer noch nicht ganz überstanden), aber einem reinen Theaterabend stand nun nichts mehr im Weg. Und so durften wir dann tatsächlich acht erfolgreiche Aufführungen spielen, keine einzige musste wegen eines Corona-Falles im Spielmacher-Team abgesagt werden, das hatten wir im Vorfeld wirklich nicht zu hoffen gewagt. Auch die Wahl des Stückes erwies sich als goldrichtig, das Publikum wollte nach der langen Corona-Zeit einfach nur lachen und sich unterhalten lassen, und da hätte ein Krimi überhaupt nicht gepasst.

Für uns Spielmacher ergab sich in diesem Jahr auch ein ganz neues Teamgefühl: während man sich sonst nach den Aufführungen immer an der Bar mit seinen persönlichen Gästen zum Ratschen zusammengefunden hatte und jeder Spielmacher in seinen individuellen Grüppchen feierte, war in diesem Jahr spätestens 45 Minuten nach Aufführungsende das Pfarrheim komplett leer und aufgeräumt. So ergab sich die völlig neue Situation, dass wir Spielmacher uns tatsächlich jeden Abend nach der Aufführung mit einem Feierabendbier in den leeren Pfarrsaal setzen und gemütlich unter uns sein konnten. Was wir an diesen Abenden gelacht, erzählt und geteilt haben, können wir gar nicht beschreiben, diese ganz besonderen Momente haben uns als Team tatsächlich noch einmal sehr viel fester zusammengeschweißt!

Diese so ganz andere Theatersaison 2022 wird uns Spielmachern aus sehr vielen Gründen bestimmt in besonderer Erinnerung bleiben, und wir sind sehr dankbar, dass wir sie so erleben durften. Punktum!